Schritt für Schritt zur hochwertigen Klebung!

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Wir unterstützen Sie bei allen Methoden und auf allen Stufen des Entwicklungsprozesses!

Im ersten Schritt erfolgt eine Einteilung in Sicherheitsklassen auf Basis der möglichen Versagensfolgen. Hierzu kommen Methoden wie etwa die Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (FMEA) zum Einsatz. Auf Basis der Sicherheitsklasse wird festgelegt, mit welchem Aufwand die Berechnung und Nachweisführung betrieben werden müssen.

Im nachfolgenden Schritt werden die Fügeteile definiert. Neben den Eigenschaften im Anlieferungszustand müssen für hohe Sicherheitsklassen der Aufbau sowie das Verhalten unter Beanspruchung definiert werden. Hinsichtlich der Oberflächenzustände müssen auch Faktoren wie Oberflächenvorbehandlung (Schleifen bis zur Plasmavorbehandlung) sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung festgelegt werden.

Zusätzlich sollten die Anforderungen an die Klebverbindung ermittelt werden. Dabei gilt: Je genauer die realen Anforderungen ermittelt werden, desto genauer kann auf dieser Basis die Gestaltung der Klebverbindung vorgenommen werden. Hierbei müssen die Fügeflächen, die Lage und die Dimensionierung der Klebfuge festgelegt werden.

Bei der Auswahl des passenden Klebstoffs sollten Sie den Einsatzbereich mit seinen Umgebungseinflüssen genauso berücksichtigen, wie die Fertigungsbedingungen in Ihrem Betrieb. Im Rahmen der Nachweisführung müssen Sie zum einen zeigen, dass der Klebstoff auf den festgelegten Untergründen auch nach Alterung haftet. Zum anderen muss nachgewiesen werden, dass die Belastungen der Klebung geringer sind, als die Belastbarkeit der Verbindung. Um dies darzustellen, werden die auf die Klebfuge wirkenden Lasten berechnet und mit Werten, die im Rahmen von Tests an genormten Prüfkörpern sowie realen Bauteilen erzeugt wurden, verglichen.

Neben der Unterstützung beim Design der Klebfuge entwickelt das Fraunhofer IFAM auch spezifische Methoden der Oberflächenvorbehandlung oder Messtechnik für Ihre Bedürfnisse.