Blog zur Qualitätssicherung in der Klebtechnik

  • 3M™ Acrylic Foam Tape für Verbindungsapplikationen im Exterieur
    © 3M Deutschland GmbH

    3M™ Acrylic Foam Tape für Verbindungsapplikationen im Exterieur

    Haftklebstoffe stellen in zahlreichen Bereichen eine wertvolle Alternative zu mechanischen Befestigungsmethoden dar. Aufwändige Stanzungen, Verschraubungen, Clips oder Nieten können so ersetzt werden. Diese Entwicklung prägt bereits seit vielen Jahren Branchen wie die Marine, Luftfahrt, Energie-, Medizintechnik und besonders auch die Automobilindustrie. Da sich die Technologie und deren Prozesse jedoch stetig modifizieren und weiterentwickeln, verändern sich auch die Anforderungen an das Werkstoffverhalten und die Anpassungsfähigkeit von Klebstoffen. Im Zuge dessen etablierte sich die Kategorie der Acrylatschaum-Klebebänder, auch Acrylic Foam Tapes genannt. Diese neuartige permanente Hochleistungsklebeverbindung bietet eine besonders gute Haftung auf einer Vielzahl von Untergründen. Neben einigen anderen Herstellern entwickelte auch das Unternehmen 3M eine entsprechende Klassifikation. Die sogenannten „3M™ Acrylic Foam Tapes“ werden als Produktreihe, mit einer Vielzahl an neuen Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt. Doch worin besteht nun die Besonderheit der Acrylic Foam Tapes gegenüber gewöhnlichen Klebebändern aus Schaumstoff? Werden diese den spezifischen Anforderungen gerecht? Prof. Dr. Andreas Groß, Leiter der Abteilung Weiterbildung und Technologietransfer am Fraunhofer IFAM, erklärt im Interview, wie Fehler bei sogenannten „speziellen Prozessen“ im Vorhinein vermieden werden können und was genau darunter verstanden werden kann.

    mehr Info
  • In den unterschiedlichsten Bereichen, wie etwa der Automobil- oder Luftfahrtbranche, werden Bauteile miteinander verklebt. Damit die Klebung standhält und langzeitstabile Sicherheit garantiert, muss gewährleistet werden, dass die zu verklebenden Oberflächen ausreichend benetzbar sind, der Klebstoff also die Oberfläche erreichen kann. Aber was ist bei der Benetzbarkeit zu beachten und welche Methoden zur Benetzbarkeitsprüfung gibt es? Christian Tornow vom Fraunhofer IFAM erklärt, wie wichtig Benetzbarkeit ist und wo sie ihre Anwendung findet.

    mehr Info
  • Struktur des CAbond-Systems
    © CAbond

    Struktur des CAbond-Systems

    Das Kleben als industrielle Anwendung ist im Gegensatz zu anderen klassischen Verbindungstechniken wie Schweißen, Nieten oder Schrauben eine vergleichsweise junge Fügetechnik. Trotzdem hat sich das Kleben bereits so etabliert, dass es fester Bestandteil in den meisten industriellen Fertigungsketten geworden ist. Mit dem Wunsch zur durchgängigen Prozessintegration steigt aber auch der Bedarf nach einer digitalen Prozesssteuerung. Computergestützte Assistenzsysteme, auch sogenannte Computer-Aided-Bonding-Systeme (CAB), stellen eine hilfreiche digitale Unterstützung in der Klebtechnik dar. Der Einsatz dient zur Vereinfachung der Planungs- und Fertigungsprozesse. Fehlerrisiken und Anwendungsfehler können so verringert und Kosten eingespart werden. Die Integration in das industrielle Fertigungsverfahren soll auch zukünftig vertieft und erweitert werden, damit alle unterschiedlichen Einflussgrößen berücksichtigt werden können. Derzeit stellt die Software des Unternehmens CAbond die erste umfassende Lösung dar, die auf die spezifischen Anforderungen der klebtechnischen Fertigung durchgängig ausgerichtet ist und diese erfüllt. Doch welche neuen Möglichkeiten bietet der Einsatz überhaupt? Löst die Technik das qualifizierte Personal dann vollkommen ab und wie kommt das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM ins Spiel? Im Interview erklärt Dipl.-Ing.(FH) Nico Bohms von der tec-n GmbH wie die digitale Unterstützung mittels CAbond in der klebtechnischen Fertigung genutzt, Personal entlastet und sinnvoll eingesetzt werden kann. In keiner Weise wird dieses nämlich ersetzt!

    mehr Info
  • Entwicklungen im Bereich der erweiterten Realität, auch Augmented Reality (AR) genannt, verändern durch den Einsatz von Datenbrillen die industrielle Fertigung. Konzerne setzen die smarten Brillen bereits jetzt in Wartung und Reparatur ein und ersparen sich so viele Ressourcen. Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM hat den Einsatz von Datenbrillen und die Nutzung von AR-Technologien nun auch als Potenzial für die Klebtechnik entdeckt. Gerade für den Bereich der Qualitätssicherung ist die neue Anwendung interessant.

    mehr Info
  • Umweltfreundlichere Lösungen für die Mobilität müssen hierzulande nicht nur auf die Straße, sondern auch in die Lüfte gebracht werden. Im EU-Projekt ComboNDT arbeiteten Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus acht Ländern gemeinsam daran, das Potenzial der Klebtechnik für den Verbund von faserverstärkten Kunststoffen nutzbar zu machen, um eine stärkere Nutzung der Leichtbauweise in der Luftfahrt zu ermöglichen. Denn eine Gewichtseinsparung hat auch einen sinkenden Kerosinverbrauch zur Folge. Faserverstärkte Kunststoffe besitzen neben anderen Faktoren, wie einem unproblematischen Korrosionsverhalten, ein hohes Leichtbaupotenzial. Dieses wird für strukturelle Bauteile bislang noch nicht optimal ausgeschöpft. Da eine geklebte Verbindung nicht zu 100 Prozent zerstörungsfrei getestet werden kann (Kleben als »spezieller Prozess«), ist die Qualitätssicherung der Oberflächen vor dem Verkleben sowie der geklebten Verbindung nach dem Fügen mit neuartigen Methoden von zentraler Bedeutung, um einen hohen Sicherheitsstandard zu gewährleisten. Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM koordinierte das Projekt und nahm durch seine Expertise im zerstörungsfreien Prüfen von Oberflächen und geklebten Strukturen eine Schlüsselrolle ein.

    mehr Info
  • Ob bei der Prüfung der Klebung eines Flugzeugrumpfteils in Süddeutschland oder bei der Analyse einer Windkraftanlage in Norddeutschland – Wartungs- und Prüfprozesse in der Industrie erfordern oft eine zusätzliche Expertenmeinung. Der Fachmann, der einem den nötigen Input für den nächsten Schritt geben kann, sitzt jedoch oft viele Kilometer entfernt. Um diese Hürden für den industriellen Prozess abzubauen, kooperiert das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM mit dem Start-up bitnamic und arbeitet an der Weiterentwicklung einer Lösung, die Experten und Ausführende – virtuell – zusammenbringen soll. IRIES heißt die Technologie, die die Augmented Reality demnächst in die Werkhalle bringen soll.

    mehr Info
  • Um Kundenbedürfnisse sowie weitere Anforderungen an die Produkt- bzw. Dienstleistungsqualität zu erfüllen, bedarf es eines prozessorientierten Qualitätsmanagementsystems (QMS). Durch die Implementierung eines QMS lassen sich deutliche Wettbewerbsvorteile für Unternehmen aus dem Industrie- und Dienstleistungsbereich erzielen. Der Nachweis in Bezug auf die Qualität und Personalqualifizierung kann jederzeit offen dargelegt werden. Es gibt jedoch auch Prozesse, bei denen die Qualität nicht zu 100% verifiziert werden kann. Die Norm ISO 9001 soll in diesem Fall eine umfassende Sicherstellung der Qualität im Laufe des gesamten Produktlebenszyklus gewährleisten. Gerade im Faserverbundkunststoff-Bereich (FVK) haben Fehlerquellen oftmals ihren Ursprung in der mangelnden Qualifizierung des Personals. Prozesse und Ergebnisse müssen im vollen Umfang erfasst und beurteilt werden können, daher ist die Personalqualifizierung ein essentieller Aspekt der ISO 9001. Auch das Fraunhofer IFAM ist seit 1995 nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Die Gültigkeit erstreckt sich auf zahlreiche Bereiche. Prof. Dr. Andreas Groß, Leiter der Abteilung Weiterbildung und Technologietransfer am Fraunhofer IFAM, erklärt im Interview, wie Fehler bei sogenannten „speziellen Prozessen“ im Vorhinein vermieden werden können und was genau darunter verstanden werden kann.

    mehr Info
  • Ob der Hausmeister an der Dachrinne oder der Klebtechniker am Windkraftflügel – für manche Aufgaben der Qualitätssicherung ist der Mensch einfach nicht gemacht. Drohnen bieten hier viele Möglichkeiten von der Inspektion bis zur Reparatur. In Zukunft werden sie sich mehr und mehr als Werkzeug einsetzen lassen und besitzen dabei das Potenzial, ihre Aufgaben vollständig autonom durchzuführen. Digitalisierungsexperte Tim Strohbach vom Fraunhofer IFAM gibt in zwei Blogbeiträgen einen Ausblick auf Möglichkeiten und Visionen des Einsatzes von Drohnen in der Qualitätssicherung.

    mehr Info
  • Die Klebtechnik ist eine der Schlüsseltechnologien der heutigen Zeit, dennoch treten immer wieder Probleme mit Klebungen auf. Diese sind häufig auf Anwendungsfehler zurückzuführen. Die DIN 2304 und DIN 6701 sollen solche Fehler verhindern. Sie nehmen den Anwender stärker in die Verantwortung und geben ihm die Sicherheit, den gesamten klebtechnischen Prozess organisatorisch zu beherrschen und die Qualitätssicherung zu gewährleisten. Die Normen beinhalten drei Kernelemente, die es dem DIN-zertifizierten Betrieb ermöglichen, die Qualität ihrer Anwendung nachzuweisen und zu dokumentieren: Die Klassifizierung der Klebungen nach Sicherheitsanforderungen, den Einsatz von Klebaufsichtspersonal (KAP) und die Nachweisführung, dass die Beanspruchung einer Klebverbindung immer kleiner bleibt als die Beanspruchbarkeit.

    mehr Info
  • Die Übersicht dient zur schnellen Auswahl des gewünschten Prozessschrittes.

    Die Übersicht dient zur schnellen Auswahl des gewünschten Prozessschrittes.

    Die Klebtechnik ist längst nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken: Von der Bastel- und Hilfstechnologie, bis hin zu Hochleistungsanwendungen bei Zügen, Flugzeugen oder auch Automobilen. Doch gerade diese Vielfältigkeit birgt einige Herausforderungen, denn Klebstoffherstellern sowie Klebstoffanwendern ist es kaum mehr möglich, alle Einsatzgebiete und einzelne Parameter zu berücksichtigen. Zwar gibt es unzählige Datenblätter, die in der praktischen Anwendung aber oftmals ungeeignet sind. Um eine belastbare Klebung sicherstellen zu können, sind die korrekte Durchführung und Einhaltung aller erforderlicher Prozessschritte jedoch entscheidende Aspekte. Hier knüpft der interaktive Leitfaden »Kleben - aber richtig!«, der gemeinsam vom Industrieverband Klebstoffe e.V. und dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM) entwickelt wurde, an. Dabei handelt es sich um ein Online-Dokument, das sich auf die Klebtechnik im professionellen Umfeld konzentriert. Der hochkomplexe Vorgang des Klebens soll fachgerecht sowie praxisnah abgebildet werden. Anhand eines fiktiven Produktes werden Schritt für Schritt alle Stufen der Planungs- sowie Fertigungsphase systematisch erläutert. Bei spezifischen Nachfragen dient die Suchfunktion als wertvolle Hilfestellung.

    mehr Info