Erneuerte Klebung - gleiche Sicherheit!

© Fraunhofer IFAM

Bei der Verwendung von geklebten Bauteilen kann es vorkommen, dass eine Klebung erneuert werden soll. Sei es, dass die Klebung wegen einer außergewöhnlichen Belastung geschädigt wurde oder dass eines der gefügten Teile beschädigt wurde – z.B. ein Steinschlag in der Windschutzscheibe.

Für diese Fälle sollten Sie eine Vorgehensweise festgelegt haben, mit der sich die Klebung so erneuern lässt, dass sie eine vergleichbare Belastbarkeit besitzt, wie das neu geklebte Produkt. Zu bedenken ist dabei,

  • wie die alte Klebung zerstört werden kann, ohne die zu erhaltenden Fügeteile zu beschädigen.
  • in welcher Art die neu zu klebende Oberfläche vorbereitet und vorbehandelt werden muss.
  • welcher Klebstoff für die Reparatur verwendet werden kann.
  • wie der Klebstoff in der Werkstatt appliziert und ausgehärtet werden kann.
  • nach welcher Zeit die Klebung wieder einsatzfähig ist.
  • welche speziellen Fähigkeiten das ausführende Personal haben soll.

Haben Sie die Klebung dafür vorgesehen, repariert zu werden – also so wie im unserem Beispiel der Windschutzscheibe – sollten Sie die Vorgehensweise zur Reparatur schon festlegen, bevor die ersten Produkte ausgeliefert werden. Zudem sollten Sie festlegen, ob eine Klebung während ihres Einsatzes regelmäßig durch eine Sichtprüfung oder andere zerstörungsfreie Prüfung kontrolliert werden muss.

Wir helfen Ihnen dabei, sinnvolle zerstörungsfreie Methoden zur regelmäßigen Kontrolle auszuwählen und anzupassen. Ebenso können Sie auf uns zählen, wenn Sie Ideen für die Reparatur brauchen oder eine Überprüfung der festgelegten Vorgehensweise wünschen.

Sollte jedoch eine Klebung im Rahmen des vorgesehenen Einsatzes versagen, empfehlen wir Ihnen, die Ursachen dafür genauer zu untersuchen. Handelt es sich um einen systematischen Fehler oder um einen Einzelfall? Wir stehen Ihnen bei dieser Frage mit unserer Schadensanalytik und mit Prozessbegutachtungen zur Seite.